
Ich schlug um 15:20 Uhr an einem Dienstagnachmittag ab und der Platz war ruhig genug, um den Wind in den Pinien zwischen den Schlägen zu hören. Von den meisten Fairways aus sieht man weder eine Straße noch ein Gebäude, nur Pinien, Wasser und Berge. Für einen Platz im Südwesten von Mallorca hat mich das überrascht.
Der Platzzustand ist so gut wie alles, was ich auf der Insel gespielt habe. Sehr kurz gemähte Fairways und Vorgrüns, perfekt geharkte Bunker und ein einfaches, aber ungewöhnliches Rechendesign, bei dem der Ball selten gegen den Schaft zum Liegen kommt. Ein kleines Detail, aber eines, das wirklich geschätzt wird.

Die Grüns sind groß und waren an dem Tag, an dem ich spielte, makellos. Keine Entschuldigungen fürs Verputten. Auf mehreren Löchern muss man seiner Distanz vollständig vertrauen, da man die Fahne vom Anspiel aus nicht sehen kann. Spieler, die sich bei der Distanzeinschätzung auf die Fahnenposition verlassen, werden überrascht.
Der Platz misst von den hinteren Abschlägen knapp 6.500 Meter, mit 15 Seen und Carries ab dem Abschlag auf mehreren Löchern. Windmühlen sind über den gesamten Platz verteilt, was ungewöhnlich ist und dem Platz einen eigenen Charakter verleiht. Die mediterranen Pinien und die Tramuntana-Berge begleiten einen von der Vorderneun bis zur Hinterneun.

Löcher, die man kennen sollte
Loch 7 ist ein Dogleg durch die Bäume. Kurz auf der Karte, aber die Anspiellänge ist schwerer einzuschätzen als es aussieht, und Spieler neigen dazu, zu kurz zu schlagen.
Loch 8 ist ein bergabführendes Par 4 mit einem engen Landebereich vom Abschlag. Das Anspiel ist ein handhabbares Wedge, wenn man das Fairway trifft, aber verfehlt man es, wird eine vordere Fahne schnell kompliziert. Das Gefälle macht es schwierig, den Ball zu stoppen.

Loch 10 ist die klarste Entscheidung auf dem Platz. Dogleg rechts mit einer Windmühle links und Wasser rechts. Man kann Distanz über das Wasser abschneiden, je nachdem wie viel man riskieren möchte. Es ist ein Loch, das je nach Stand in der Runde unterschiedlich spielt.

Loch 16 ist ein Par 4 mit einem bergaufführenden Abschlag, eingerahmt von Felsen und Bäumen. Eines der optisch markantesten Löcher auf dem Platz und es spielt schwerer als die Karte vermuten lässt.
Loch 18 ist ein enges Par 5, das sich im Verlauf des Fairways öffnet. Es ist ein richtiges Schlusshole. Es verlangt Mut vom Abschlag, der schmal wirkt, und belohnt einen dafür, wenn man es durchzieht.

Praktische Informationen
T Golf Calvià bietet regelmäßig Wochentags- und Mehrfachbesuchsangebote an. Es lohnt sich, vor der Buchung nachzuschauen: t-golf.club/calvia/offers.
Der Service war durchgehend gut. Tees und Wasser bereitgestellt, freundliches Caddy-Master-Personal. Das Clubhaus und die Außenbereiche sind ansprechend gestaltet und ein guter Ort, um vor oder nach der Runde Zeit zu verbringen. Die Driving Range ist auf Gras, was nicht bei jedem Mallorca-Club selbstverständlich ist.
Eines ist zu beachten: Die Beschilderung rund um gesperrte Buggy-Bereiche könnte klarer sein. Ein paarmal bin ich in Bereiche geraten, die nicht offensichtlich als gesperrt markiert waren und musste zurücksetzen. Kein Problem, wenn man den Platz kennt.

Fazit
9/10. T Golf Calvià ist einer der bestgepflegten Plätze, die ich in Mallorca gespielt habe. Die Grüns sind ausgezeichnet, die Fairways in sehr gutem Zustand, und das Layout testet einen ernsthaft, besonders bei der Distanzbeurteilung und im Umgang mit Wasser, ohne dabei ungerecht zu sein.
Er eignet sich für Spieler, die eine ernsthafte Runde in guten Bedingungen suchen. Einen Hochhandicapper würde ich hier nicht als ersten Platz eines Urlaubsaufenthalts empfehlen, aber für jeden auf einem dedizierten Golftrip gehört er auf die Liste. Die Twilight-Rate und die Wochentagesangebote machen ihn zum richtigen Zeitpunkt zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
T Golf Calvià mit einem PGA-Professional spielen, der jeden Abschlag kennt?
Das PGA-Begleiterlebnis entdecken →