
Ich habe Son Termes an einem Freitagvormittag mit einem Freund gespielt, der Hcp 20 hat. Auf den Back Nine gingen ihm langsam die Bälle aus. Das Rough ist dicht, bei mehreren Abschlägen ist der Korridor sehr eng, und der Platz sammelt Fehlschläge auf eine Weise ein, die man von der Karte aus nicht sofort erkennt. Das fasst Son Termes ziemlich gut zusammen.
Son Termes liegt in den Na-Burguesa-Bergen oberhalb von Palma. Zwanzig Minuten vom Stadtzentrum entfernt und doch eine andere Welt. An klaren Tagen sieht man von den höher gelegenen Abschlägen aus Castell de Bellver und die Kathedrale in der Skyline von Palma, dahinter das Mittelmeer. Wenn man aus Shanghai kommt, wo ein so gut erreichbarer und landschaftlich so starker Platz eine Warteliste von fünf Jahren für Mitgliedschaften hätte, bleibt das bemerkenswert.
Der Fußmarsch
Ich versuche immer zu gehen. Auf den Front Nine in Son Termes ist das problemlos. Auf den Back Nine wird es zu einem echten Gespräch mit sich selbst. Einige Anstiege sind steil genug, um den Puls hochzutreiben, und bis man die oberen Bahnen erreicht, sind zwei Dinge passiert: die Ausblicke sind deutlich besser geworden, und der Wind hat so weit aufgefrischt, dass die Distanzkontrolle auf den Par-3-Löchern anspruchsvoller ist, als die Yardages vermuten lassen. Die meisten Spieler nehmen ein Cart. An einem warmen Tag ist das die richtige Entscheidung.

So spielt sich der Platz
Son Termes ist kein langer Platz. Mehrere Par 4 sind drivebar oder knapp davor, sodass für den Schlag ins Grün nur kurze Eisen oder Wedges bleiben. Für Single-Handicapper, die vor allem einen Längentest suchen, sollte man das vorab wissen.
Was dem Platz an Länge fehlt, macht er mit Charakter wett. Blinde Abschläge, scharfe Doglegs, künstlich angelegte Wasserhindernisse genau dort, wo viele Golfer instinktiv hinspielen würden. Auf mehreren Löchern muss man sich auf ein Ziel festlegen, das man nicht vollständig sehen kann. Das hält die Runde von Anfang bis Ende interessant, und es bedeutet auch, dass ein zweiter Besuch fast immer einen besseren Score bringt.

Ein paar erwähnenswerte Löcher
Bahn 6 war für mich persönlich befriedigend. Mit dem Driver fast bis ans Grün auf dem Par 5, Wedge rein, Eagle-Chance knapp verpasst. Die Par 5s sind hier erreichbar, und der Platz bietet echte Birdie-Chancen mit kurzen Eisen in der Hand.
Bahn 12 ist das kurze Par 3 über bewaldetes Gelände mit den besten Ausblicken des Platzes. Die Fahne ist vom Abschlag aus schwerer zu finden, als man erwarten würde, und die Bäume rahmen das Loch so schön ein, dass es zu den einprägsameren kurzen Löchern in der Nähe von Palma gehört.

Bahn 13 spielt sich anders, als es die Karte vermuten lässt. Scharfes Dogleg, Eisen 9 vom Tee, um den Ball im Spiel zu halten, danach fast 175 Meter in den Schlag ins Grün bei eingeschränkter Sicht auf die Fahne. Ich lag mittig im Fairway und hatte trotzdem einen weitgehend blinden Schlag ins Grün. Gutes Loch. Davon gibt es hier einige: Man entscheidet sich für eine Zahl und weiß erst danach, ob sie richtig war.
Bahn 18 endet entlang eines Dogleg links zurück in Richtung Clubhaus. Ein gutes Schlussloch. Danach auf der Terrasse zu sitzen und zuzusehen, wie andere sich diese Anstiege hinaufarbeiten, ist ein sehr stimmiger Abschluss der Runde.
Die Ziegen
Während der Runde standen auf mehreren Löchern Ziegen herum. Sie benahmen sich, als gehöre ihnen der Platz, was fairerweise vermutlich schon der Fall war, bevor hier überhaupt ein Golfclub gebaut wurde. Die ganze Herde kam auf Bahn 17, um uns beim Ausputten zuzusehen. Eine beobachtete das Geschehen aus einem Bunker heraus und hatte offenkundig keinerlei Interesse am Konzept des Rechens. Ein ernstzunehmendes Tierhindernis, das eigentlich auf die Scorekarte gehört.
Die Grüns
Die ehrliche Antwort: Sie sind nicht auf dem Niveau von Son Gual oder Alcanada. Die Oberflächen waren gut und das Tempo solide, aber wer die Topplätze der Insel zuletzt gespielt hat, wird den Unterschied merken. Für den Preis und das, was der Rest der Runde bietet, ist das ein fairer Tausch.

Greenfees 2026
Der volle Saisonpreis liegt bei rund €110. Prüfen Sie die aktuellen Preise vor der Buchung direkt bei Son Termes, da sie saisonal variieren. Es gibt zudem ein Mehr-Runden-Angebot, das man kennen sollte. Mehr dazu in Kürze. Der Platz liegt etwa 20 Minuten vom Zentrum Palmas entfernt, oben in den Na-Burguesa-Bergen.

Fazit
Son Termes bietet mehr Charakter als die meisten Plätze in dieser Preisklasse. Die Ausblicke auf den Back Nine sind die besten, die man so nah an Palma bekommen kann. Das Layout fordert durchgehend Entscheidungen, und bei einem zweiten Besuch ist ein besserer Score sehr realistisch. Für Gastspieler, die etwas anderes als die Premiumplätze suchen, oder für Residenten, die einen Platz mit echter Persönlichkeit zu einem vernünftigen Preis wollen, verdient Son Termes seinen Platz auf der Liste.
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